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Presse / NEWS

31.03.2011 Esslinger Zeitung

Im Taucheranzug bleibt das Bier länger kalt

ESSLINGEN/WEINSTADT: Zwei Existenzgründer vertreiben Flaschenkühler aus Neopren.

Ein eiskaltes Bier oder ein Glas kühlen Weißwein - darauf freut man sich an einem heißen Sommertag. Nur leider bleibt das Getränk oft nicht sehr lange kalt.
Die Brüder Steffen und Matthias Müller haben deshalb eine Idee aus Amerika mitgebracht: Sie ziehen den Flaschen kleine „Taucheranzüge“ aus Neopren an. Darin bleibe das Getränk zwei bis drei Stunden kühl, versprechen die Gründer der Firma Coolbottle.
Eigentlich wollte Steffen Müller die Flaschenkühler nicht verkaufen, sondern nur für den eigenen Bedarf bestellen. Nachdem er die praktischen Hüllen, die durch die isolierende Wirkung des Neoprens wie eine Thermoskanne wirken, bei einem USA-Aufenthalt gesehen hatte, suchte er danach im Internet. Doch er stellte er fest, dass es das Produkt in Deutschland fast nirgends gab. Nur bei zwei Werbemittelhändlern wurde er fündig - dort galt aber eine Mindestbestellmenge von 500 Stück. „Wenn das niemand macht, dann müssen wir es eben selbst tun“, dachte sich der heute 31-Jährige. Sein fünf Jahre jüngerer Bruder Matthias, der gerade sein Studium als technischer Betriebswirt an der Hochschule Esslingen abgeschlossen hat, war schnell überzeugt. Vor einem Jahr sind die beiden mit ihrer Firma Coolbottle an den Start gegangen.
Bevor es soweit war, mussten die Brüder, die von der Esslinger Gründerinitiative Contact-As unterstützt wurden, aber erst einmal einen Lieferanten finden. Eine Produktion in Deutschland, das zeigte sich schnell, wäre für ein solches Massenprodukt viel zu teuer geworden. Bei ihrer Internetrecherche stießen die Jungunternehmer schließlich auf einen Anbieter in China. Dorthin haben Steffen und Matthias Müller Muster von Bier-, Wein-, Sekt- und Colaflaschen geschickt, und der Lieferant hat jeder einen passenden Anzug geschneidert. Inzwischen gibt es die Flaschenkühler, die zwischen zwei und fünf Euro kosten, in sieben verschiedenen Versionen und jeweils in mehreren Farben. Auch eine individuelle Beschriftung mit Namen, Vereins- oder Firmenlogo ist möglich.

Vom Erfolg ihrer Idee waren die beiden Existenzgründer von Anfang an überzeugt: „Was in anderen Ländern gut läuft, sollte hier doch auch funktionieren“, meint Steffen Müller. Trotzdem hat es eine Weile gedauert, bis das neue Produkt, das die beiden vor allem über ihre eigene Homepage verkaufen, seine Käufer fand. „Das Problem ist, dass keiner diese Flaschenkühler kennt und deshalb auch niemand danach sucht“, sagt Steffen Müller. Deshalb haben die beiden Betriebswirte, die aus Winterbach stammen, daran gearbeitet, dass auch Leute, die bei Google nach herkömmlichen Flaschenkühlern suchen, auf ihre Seite stoßen.
Gleichzeitig haben sich Steffen und Matthias Müller auf die Suche nach Händlern und Großabnehmern gemacht. So hat zum Beispiel die Remstalkellerei die Weinkühler in ihr Sortiment aufgenommen. Auch bei einigen Weinhändlern und Supermärkten liegen sie mittlerweile im Regal. Und die Chefs von Coolbottle sehen noch viele weitere Absatzkanäle: „Zum Beispiel in Freibädern oder an Baggerseen läuft das Produkt bestimmt“, glaubt Matthias Müller.
Leben können die Brüder von ihrer Idee bis jetzt noch nicht, im Hauptberuf arbeiten beide im elterlichen Maschinenbaubetrieb. Doch dort belegen sie mittlerweile schon einigen Lagerplatz mit ihren Flaschenkühlern. Rund 10 000 Stück haben sie im vergangenen Jahr verkauft, in diesem Jahr sollen es doppelt so viele sein: „Unser Umsatz steigt proportional zu den Temperaturen“, sagt Matthias Müller und freut sich deshalb auf einen heißen Sommer.

(Quelle: http://www.esslinger-zeitung.de/lokal/esslingen/esslingen/Artikel692758.cfm)




22.03.2011 Pressemitteilung Nr. 13/2011 der Hochschule Esslingen

coolbottle.de Flaschenkühler im Landesfinale der Existenzgründer beim NewBizCup

Existenzgründer der Hochschule Esslingen im Landesfinale beim NewBizCup

Kalte Flaschen und technische Raffinessen bei der Medikamentenverabreichung  – zwei studentische Teams der Hochschule Esslingen haben herausragende Businesspläne erstellt. Sie vertreten am 1. April auf der Messe Stuttgart die Hochschule im Landesfinale des Businessplanwettbewerbs NewBizCup 2.0 (NBC) in der Kategorie „Gründer“.

Die Studierenden im Team „coolbottle.de“ stachen mit der innovativen Gründeridee heraus, Flaschenkühler aus einem speziellen Kunststoff zu produzieren, der die Ausgangstemperatur der Getränke bis zu drei Stunden aufrecht erhält. Zudem sind die Flaschenkühler maßgeschneidert und individuell gestaltbar. Die Idee der „Design-Kühler“ entstand bei einem USA-Aufenthalt der Studierenden. Anschließend wurde die Idee ausgearbeitet und ein Marketingkonzept entwickelt. Inzwischen ist das Unternehmen der Betriebswirtschaft- und Wirtschaftsingenieurwissenschaftler erfolgreich am Markt platziert.
Ein weiteres Team von Studierenden – mit dem Namen „benephil medical care“ – erstellten einen Businessplan für ihren in den Räumen der Hochschule Esslingen entwickelten Tablettenautomaten. Nach der Markteinführung sollen dadurch sowohl Pflegekräfte als auch Privatpersonen, die sich um pflegebedürftige oder gesundheitlich beeinträchtigte Angehörige kümmern, durch technische Raffinessen bei der Medikamentenverabreichung entlastet werden. Die beiden Studierenden der Fakultät Fahrzeugtechnik tüfteln derzeit noch an weiteren Funktionen. Der Initiator des Vorhabens, Benedikt Schnizer, möchte zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Details verraten, ist sich aber aufgrund durchgeführter Marktanalysen sicher, dass das Gründungsvorhaben ein Erfolg wird.
Die beiden Teams wurden während des Entrepreneurship-Programms von CONTACT-AS e.V. unterstützt, ihre Geschäftsideen in die Tat umzusetzen. Aufgrund der Qualität der innovativen Ideen der Studierenden konnte CONTACT-AS e.V. ihre ausgearbeiteten Businesspläne beim NewBizCup vorstellen und in das Rennen um hochwertige Preise schicken. „Wir wissen natürlich nicht, mit welchen weiteren Geschäftsideen die beiden Teams der Hochschule Esslingen konkurrieren und wie sie letztendlich auf dem NBC abschneiden werden. Aber dies ist auch nicht das Wichtigste. Das Anliegen von CONTACT-AS ist, gründungsfähigen und -willigen Studierenden und Absolventinnen und Absolventen bei den vielen schwierigen Aspekten einer Gründung kompetent zu unterstützen und ihnen auch eine Plattform für den Auf- und Ausbau ihrer Geschäftskontakte zu bieten – dies wird uns mit der Teilnahme am NBC 2.0 auf der Newcome hoffentlich gelingen“, so Jens Schmitt, Leiter von CONTACT-AS e.V.
Das Landesfinale des Wettbewerbs findet in diesem Jahr im Rahmen der Existenzgründermesse Newcome auf der Messe Stuttgart statt. Insgesamt treten sechs Teams in der Kategorie „Gründer“ gegeneinander an. Dort präsentieren die einzelnen Teams ihre Geschäftsideen vor einer hochkarätig besetzten Jury von Professorinnen und Professoren, Marketing-, Rechts-, Steuerexperten und -expertinnen und stellen ihnen anschließend ihre Businesspläne vor.

(Quelle: http://www.hs-esslingen.de/aktuelles/pressemitteilungen/pressemitteilung/datum/2011/03/artikel/pm-1311-existenzgruender-der-hochschule-esslingen-im-landesfinale-beim-newbizcup.html)